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EDM-Talk – Interview mit Dannic

EDM-Talk – Interview mit Dannic

Wie wir bereits auf unserer Houseblogger Facebook Fanpage gepostet hatten, war Nici für euch auf dem Amsterdam Dance Event 2014 unterwegs um den einen oder anderen Künstler zu interviewen. Unter anderem hat sie auch Dannic dazu bekommen, Rede und Antwort zu stehen und das Ergebnis möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Der Erfolg von Dannic spiegelt sich natürlich auch in der hart umstrittenen DJ Mag Top100 DJ 2014 Liste wieder, denn dort stieg er in diesem Jahr auf Platz 30. Ob das nun wirklich etwas aussagt, lassen wir natürlich mal dahin gestellt aber das die Fanbase von Dannic größer wird, ist nicht abzustreiten.

Zu einem lustigen Moment kam es beim Amsterdam Dance Event, als ein Fan eine Hand voll Luftballons Dannic in die Hand drückte. Dies wurde natürlich direkt von einigen Fotografen festgehalten und auf Facebook veröffentlicht. Natürlich möchten auch wir euch diesen Moment nicht vorenthalten, denn dieser Kuriose Pose sind man bei DeeJays der House & Dance Szene doch schon sehr selten.

Wie üblich haben wir auch wieder eine musikalische Preview zum Interview-Partner eingebunden, bei Dannic haben wir uns für die neue Ausgabe seines Podcasts “ Front Of House “ entschieden. Während ihr euch also das Interview durchliest, könnt ihr euch gleichzeitig von dem neusten House Music Sound berieseln lassen.

Dannic Ballons

Wie würdest du die Freundschaft zwischen Hardwell, Dyro und dir selbst beschreiben? Wir waren letzte Woche am Bonusz Festival in Budapest dabei und die Art und Weise wie Dyro und du dort miteinander umgegangen seid, war sehr besonders.

Ah, du meinst wahrscheinlich, wie wir back2back aufgelegt haben.

Es ist eine lustige Geschichte. Ich kenne Hardwell mittlerweile schon seit 10 Jahren und er ist einer meiner besten Freunde geworden. Dyro haben wir dann vor 3 Jahren auf dem Amsterdam Dance Event (ADE) kennen gelernt. Es ist so lustig, weil eigentlich verstehen wir uns erst wirklich so gut, seit wir miteinander auf Tour gegangen sind. Hardwell und ich verstehen uns sehr gut, wir kennen uns auch schon sehr lange. Dyro ist einfach der Rookie, der Benjamin unter uns Jungs. Das Großartige ist, dass wir alle 3 verschiedene Sounds haben und deswegen auch nicht miteinander konkurrieren müssen. Es ist schön zu sehen, dass meine Freunde so erfolgreich in dem Business sind und gute Platzierungen in den DJ MAG Top 100 erreichen konnten. Ich bin sehr stolz auf sie und freue mich immer mit ihnen.

Es ist einmal wieder Zeit für das Amsterdam Dance Event. Was ist so besonders an dem ADE ?

Für mich ist es neben der Winter Music Conference in Miami, wo es mehr um die Partys und das schöne Wetter geht, die wichtigste Musikmesse. In Amsterdam geht es aber mehr um das Networken. Hier bekommt man die Möglichkeit endlich den E-Mails ein Gesicht zuzuordnen, man kann sich treffen und einen Track gemeinsam machen oder was auch immer. Das ist wirklich cool. Außerdem hat es hier vor 3 Jahren für mich richtig angefangen als ich auf dem ersten Revealed- Event in einem sehr kleinen Club spielen durfte. Es ist auch so schön die Entwicklung zu sehen – von einem 200/300 Leute Club wurde die Revealed Night nun in die Heineken Music Hall verlegt, in die 5.000/6.000 Menschen passen. Das ist wirklich unglaublich!

Wirst du viele verschiedene Events während des Amsterdam Dance Events besuchen oder gehst du nur zu den Partys, wo du oder deine Freunde auflegen?

Nein, ich denke, dass es bei ADE darum geht auch andere Acts zu sehen und neue Leute kennen zu lernen. Es ist für meine eigenen Entwicklung sehr wichtig auch andere Musikgenres zu sehen. Aber natürlich bin ich gestern zu Dyro und Bassjackers gegangen. Man muss seine Freunde doch unterstützen! Ich habe auch viele Meetings und verschiedene Panels, wo ich von meinem Werdegang erzählen kann. Es Ist schön, wenn man anderen zeigen kann, wie man es selbst geschafft hat und ihnen dann auf noch Tipps geben kann.

Gehst du auf irgendein Underground-Event?

Nein, aber ich würde echt gerne! Ein echtes Deephouse oder Techhouse Event wäre cool! Ich habe schon viele Geschichten darüber gehört, aber ich war noch nie bei einem.

Du bist ein Sprecher bei dem Panel „Kickstart your career“ im Rahmen von ADE Next. Was können wir davon erwarten?

Es ist eigentlich ein Q&A, also können mir die Leute Fragen stellen und ich werde diese dann beantworten. Ich bin dort mit den Jungs von Dance Tour. Dance Tour ist ein gratis Festival in den Niederlanden, das mir damals die Möglichkeit gab auf einer großen Bühne zu spielen als ich den DJ Contest in Breda gewonnen habe.

Ich kann es nur wieder sagen, es ist echt cool die Fragen der jungen Menschen zu beantworten, die auch DJs oder Produzenten werden wollen.

Während ADE wird immer viel neue Musik präsentiert. Hast du neue Tracks?

Natürlich! Ich habe eine Menge neuer Tracks und bin sehr froh darüber. In letzter Zeit habe ich sehr hart im Studio gearbeitet und nach ADE habe ich 2 Wochen Tourpause, um wieder im Studio zu produzieren. Heute werde ich zum ersten Mal meinen neuen Song mit Shermanology „Wait For You“ spielen und sie werden live dazu singen.

Außerdem habe ich gerade vor ADE noch einen neuen Song fertiggestellt. Es ist aber erst eine Rohversion. Ich werde auch diesen Track heute spielen und wir werden sehen, was passiert.

Du hast gesagt, dass du dich nach dem Amsterdam Dance Event 2 Wochen nur aufs Produzieren konzentrieren wirst. Findest du es wichtig hin und wieder mal ein paar Wochen keine Gigs zu haben, um die Zeit im Studio zu nützen?

Ich denke, dass es wichtig ist, aber ich will meine Fans nicht enttäuschen. Deshalb produziere ich unterwegs immer auf meinem Laptop. Leider kann ich meine Tracks auf Tour nicht ganz fertig machen. Ich kann die Struktur des Tracks machen – eigentlich 90% des Tracks. Zu Hause mixe und mastere ich den Track dann in meinem Studio. So sieht das bei mir aus!

Was ist die größte Schattenseite deines Erfolges?

Immer von der Familie und den Freunden getrennt zu sein. Das ist das Schwierigste für mich. Es gibt immer auch Nachteile. Die Leute sehen uns als Rockstars der elektronischen Musik und vergessen, dass es auch Schattenseiten gibt. Aber ich kann tun, was ich liebe! Ich sehe mich selbst nicht mehr als DJ, wenn ich 40 oder 45 Jahre alt bin. Es passiert jetzt und ich habe die Chance das zu tun, was ich liebe!

Hast du schon darüber nachgedacht, was du nach deiner DJ Karriere machen möchtest?

Ich werde wahrscheinlich einfach weiter Musik produzieren – vielleicht für andere Leute oder was auch immer. Aber ich will auf jeden Fall in der Musikszene bleiben!

Was war der größte Meilenstein oder DAS Highlight deiner Karriere bis jetzt?

Oh, da gibt es viele Meilensteine bis jetzt. Wenn ich aber ein Ereignis auswählen muss, dann in diesem Jahr auf jeden Fall der Gig auf der Tomorrowland Mainstage. Das war etwas ganz besonderes für mich! Natürlich auch der Einstieg in die DJ MAG Top 100 auf #74 im letzten Jahr. Das war eine Bestätigung für das was ich tue und zeigt mir, wie leidenschaftlich meine Fans sind. Das bewegt mich immer wieder. Es ist verrückt zu sehen, dass sich meine Fans selbst DANNIC-Shirts machen. Ich liebe das! Das ist so cool!

Was passierte am Ultra? Wie hat es sich angefühlt beinahe den Gig dort zu verpassen?

Das Wetter war sehr schlecht und deshalb mussten sie die Stage auf der ich spielen sollte schließen. Wir waren schon wieder am Weg zum Hotel und dann wurden wir in letzter Minute zurückgerufen, weil sie die Bühne wieder öffnen wollten. Es gab keine Lichttechnik, weil es einfach zu gefährlich war. Also spielte ich gemeinsam mit Hardwell und Dyro.

Dein „Front of House TV“ ist eine gute Idee um den Fans einblick in dein Leben zu gewähren. Deine Anhänger kommen aus der ganzen Welt. Gibt es einen speziellen Grund, warum du in dieser Mini-Docu immer Niederländisch sprichst?

Ja, weil es meine eigen Sprache ist natürlich und ich mich mit meiner Muttersprache wohler fühle. Wir übersetzten natürlich alles mit Untertitel. Wenn ich Englisch sprech würde, dann wäre es mehr aufgesetzt und nicht mehr so echt. Ich will authentisch sein und dafür muss ich meine Muttersprache sprechen. Ich spreche in meiner eigenen Sprache, deswegen ist alles was passiert echt und nicht gespielt. Das finde ich wirklich wichtig!

Was ist dein liebstes niederländisches Essen? In den letzten Folgen von „Front of House TV“ hast du für deine Fans Hagelslag und Stroopwaffels gekauft.
Genau. Hagelslag ist eines meiner Lieblingsessen! (lacht)

Du hast deinen eigenen Stil. Was hältst du von dem Deephouse und Bigroom Boom der letzten Monate und das sehr viele Tracks einfach gleich klingen?

Da stimme ich dir zu! Ich sage das jedem! Ich denke, dass es wieder mehr groovy und melodisch wird. Es kommt in nächster Zeit wieder mehr Musik von mir, die in diese Richtung geht. Das ist, was ich tue!

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