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EDM-Talk – Interview mit Jordy Dazz

EDM-Talk – Interview mit Jordy Dazz

Wieder eine Woche fast vorbei und schon geht es mit unserem EDM-Talk in die nächste Runde. Dieses mal ergriffen wir die Chance auf dem Open Beatz Festival und holten uns Jordy Dazz vors Mikro, um ihn mit einigen Fragen zu löchern. Ähnlich wie die anderen Künstler, die wir bereits interviewt haben, zeigte sich auch Jordy Dazz locker und lässig, also in keinster Art und Weise abgehoben.

Jordy Dazz fing mit der Musik recht früh an, bereits im Alter von 15 Jahren machte er auf sich aufmerksam. Das in der EDM-Szene gerade junge Künstler große Erfolge feiern, hat neben Jordy Dazz natürlich bereits Martin Garrix unter Beweis gestellt, denn bei seinem Hit “ Animals “ war Garrix gerade einmal 17 Jahre jung.

Dass man neben dem Willen, auch den Spaß an der Musik haben muss um Erfolg zu haben, steht außer Frage und so folgten nach einigen nationalen Gigs schnell die großen Bühnen für Jordy Dazz. Beim Amsterdam Dance Event spielt er ebenfalls bei einer größeren Show mit und zwar bei der Revealed Recordings Show.

Erst gestern stellte Jordy Dazz ein neuen MashUp zum Free Download bei Soundcloud online, diesen haben wir euch natürlich nun rausgesucht, damit ihr einen kleinen Eindruck von Jordy Dazz bekommen könnt. Sollte euch das Interview gefallen, würden wir uns natürlich über einen Klick auf die Like Buttons am Ende des Interviews freuen. Weitere Infos zum Open Beatz Festival, findet ihr natürlich bei unserem Eventplay.de.

Jordy Dazz Open Beatz

Was denkst du über die aktuelle EDM-Szene?
Es verändert sich laufend. Vor einem Jahr kamen Tracks raus, nach denen sich alle gerichtet haben. Jeder Song hatte diese harten Kicks und klang wie der andere. Dieser Hype bedeutet nichts Negatives, aber es wird nun wieder Zeit etwas frischen Wind in das Genre zu bringen. Wie ihr bestimmt gehört und gesehen habt, sind melodische Songs wieder mehr ins Rollen gekommen. Wenn ich (in letzter Zeit) auf Festivals Progressive spiele, springt und tanzt die komplette Crowd. Es ist verrückt, aber die Besucher kennen alle Vocals, singen dazu mit und gehen völlig ab!

Was kannst du im Bezug auf dieses Genre sagen, wenn du die Niederlande mit anderen Ländern vergleichst?
Puh .. Die Niederlande sind sehr groß in der Welt der elektronischen Tanzmusik. Es gibt Festivals, die jahrelange Erfahrung nachweisen. Wir haben seit über 15 Jahren Partys wie Sensation und auch das Dance Valley hatte bereits den 20. Geburtstag. Dieser Musikstil kam nicht plötzlich ins Land, sondern war schon immer irgendwie da.

Denkst Du man hat bessere Chancen, wenn man dort aufwächst/lebt?
Hmm .. könnte sein .. aber sicher bin ich mir nicht. Was am Ende zählt, ist schlussendlich die Musik. Wenn du kreativ bist und mitreißende Tracks produzierst, ist es vollkommen egal wo du lebst oder woher du stammst. Jedoch ist es eventuell leichter, gesehen zu werden bzw. die richtigen Kontakte zu finden. Da die Szene hier schon lange lebt, hat man eine direkte Verbindung.

Was sind deine eigenen Lieblingswerke? Und würdest du gerne mit einem bestimmten Künstler produzieren?
Wenn ich mich entscheiden muss, welchen Song ich am liebsten habe, muss ich alle aufzählen. Ich würde niemals einen Track releasen, der mir selber nicht zu 100% gefällt. Hmm .. in einer Collab bedeutet es mir nicht viel wie bekannt jemand ist, solange er gute Ideen hat. Aus diesem Grund gibt es derzeit niemanden bestimmten, den ich mir wünschen würde. Am liebsten sind mir Kollegen, deren Stil sich von meinem abhebt. Eine Zusammenarbeit ist dann besonders, wenn man voneinander lernen und seine Ideen mischen kann. Außerdem befinden sich da draußen so viele talentierte Musiker, die noch entdeckt werden müssen.

Du könntest dir also mit jeder Art von Newcomern eine Zusammenarbeit vorstellen?
Ja! Auf jeden Fall! Das einzig Wichtige sind ein bisschen Planung, persönliche Verbindung und eine Idee. Ich liebe es im Studio zu sein und mit anderen Emotionen, Energie und Spaß zu teilen! Jeder musikalische Erfolg ist ein neues Glücksgefühl, das meinen Körper durchströmt.

Wir hörten von mehreren Artists, dass Kollaborationen zur Herausforderung werden können. Was denkst du darüber?
Es ist manchmal wirklich hart. Nicht nur, weil du einen gemeinsamen Zeitpunkt finden musst – sondern auch, weil man Kreativität nicht bestellen kann. Du kannst tagelang im Studio arbeiten, verzweifeln und kurz vor dem aufgeben sein, und plötzlich kommt DIE Idee. Die meisten und besten Ideen hat man innerhalb von 10-15 Minuten. Es ist etwas das passieren muss und nicht geplant werden kann. Gibt es jemanden in der Szene den du auf persönlicher Ebene ganz besonders magst? – Lasst es mich umdrehen .. ich denke nicht, dass ich Feinde habe. Fast alle die ich bisher traf, sind aus Holland und zu jedem besteht eine bestimmte Verbindung aufgrund der selben Leidenschaft. Ich kann mich mit ihnen ausführlich über Musik unterhalten und viel Spaß haben. Mein persönliches Anliegen ist es mit niemandem verfeindet oder zerstritten zu sein. Außerdem ist es total spannend, die Erlebnisse und Geschichten anderer Künstler zu erfahren.

Wir haben auf Twitter gesehen, dass du Workouts mit Showtek machst. Können wir da eine musikalische Zusammenarbeit erwarten?
Ich bin seit etwa 12 Jahren mit den Jungs befreundet. Wir hatten eine gemeinsame Mini Tour sowie auch mehrere Shows. Uns verbinden nicht nur einige Jahre Freundschaft sondern auch der Musikgeschmack und dieselbe Agency. Aus Spaß haben wir uns im Studio mal zusammengesetzt. Vielleicht kommt es irgendwann raus – vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen, ob und wie es sich entwickelt. (lacht)

Was denkst du darüber, dass das Tomorrowland jetzt auch in Brasilien stattfindet?
Ich finde es super! Persönlich war ich bisher noch nie in Brasilien, aber denke die EDM Szene ist auch dort sehr vertreten. Je mehr Leute dieses emotional einzigartige Festival erleben können, desto besser!

Wo siehst du dich selber in ein paar Jahren?
Um ehrlich zu sein, möchte ich genau an der Stelle weitermachen, an der ich mich gerade befinde. Gute Musik produzieren, die Crowd zum Tanzen bringen, Spaß haben, Shows spielen und Leute unterhalten. Wenn ich die nächsten Jahre fortsetzen kann, was ich mir bereits aufgebaut habe, bin ich wunschlos glücklich. Ich kann diese Karriere nicht mal als Arbeit bezeichnen. Mein einziger Job an dieser Sache ist es zu reisen. Alles andere ist pure Leidenschaft, die komplett von Herzen kommt. Es ist unbeschreiblich schön, davon zu leben und lachende Gesichter zu sehen, die zu deiner Musik springen.

Wie managst du Karriere und Privatleben?
Hmm .. naja dadurch, dass es nicht einfach über Nacht passiert ist, sondern sich entwickelt hat, konnte sich auch mein privates Umfeld daran gewöhnen. Manchmal ist es etwas hart.. Du vermisst deine Freunde und verpasst deren Geburtstage. Auch eine Freundin und einen Hund habe ich. Meine Freundin jedoch unterstützt mich wo sie nur kann. Sie ist super verständnisvoll, weiß, dass ich für die Musik lebe und kommt oft mit. Außerhalb der Karriere leben wir ein normales Leben. Teilweise muss man Tage und Nächte voraus planen, um seine wichtigen Leute zu sehen, aber es ist machbar und klappt bisher recht gut.

– Interview erstellt und geführt von Urszula Styrczula

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